Free Burma…

4. Oktober 2007 — Kategorie aus dem Leben

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Artikel 1 Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

Artikel 2 Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

[…]

Diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet, und gilt seither als ausdrückliches Bekenntnis zu den Menschenrechten.

Dieses Bekenntnis ist in einer globalisierten Welt wichtiger denn je. Deswegen dürfen wir nicht wegsehen, wenn in einem Land wie Burma friedliche Demonstranten und buddhistische Mönche rücksichtslos getötet oder verhaftet werden.

Die burmesische Bevölkerung wird seit über 45 Jahren von einem diktatorischen Militärregime unterdrückt. Die legale Opposition ist de facto ausgeschaltet, Medien staatlich kontrolliert und die Menschen – als Zwangsarbeiter missbraucht – leben am Existenzminimum. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass die Mönche ihren Protest gegen die Benzinpreiserhöhungen vor wenigen Wochen zum Ausdruck bringen wollten.

Obwohl das Militär mit allen Mitteln versucht, jeglichen Kontakt von und in das Ausland zu unterbinden, drangen Belege seiner Grausamkeiten an die internationale Öffentlichkeit. Trotz der Gefahr, verhaftet und verschleppt zu werden, riskierten mutige Burmesen ihr Leben, um die Welt über die grausamen Ereignisse in ihrem Land zu informieren.

Doch bislang verhindern wirtschaftliche Interessen einzelner Mitgliedsstaaten die Verurteilung der Gewalt und der Unterdrückung seitens der Vereinten Nationen.

Wir wollen mit dieser internationalen Aktion ein Zeichen setzen!
Wir verachten die Gewalt und den Terror in Burma.
Wir setzen uns ein für die, die aufgrund ihrer Meinung unterdrückt werden und wir solidarisieren uns mit den Menschen, die für ihr Recht demonstrieren.
Wir fordern die Vereinten Nationen auf, die Gewalt zu verurteilen. Wir fordern Freiheit und Frieden für Burma.

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Dies ist die offizielle Vorlage, die am Aktionstag “Free Burma” den teilnehmenden Bloggern zur Verfügung gestellt wird. Wir unterstützen diese Aktion ebenfalls, so wie viele andere Blogger auch.
Fast schon sind die Gewalttaten in Burma wieder in den westlichen Medien aus dem Fokus gerückt. Was vor kurzem noch auf der ersten Seite stand ist mittlerweile wieder im Hintergrund verschwunden und wird irgendwo (wenn überhaupt) im Mittelteil erwähnt. Die Medien ziehen auf der Suche nach aktuellen und exklusiven Themen einfach weiter.
Kritiker behaupten, dass die “Free Burma” – Aktion nur duch diesen Medienhype entstanden ist, der in den letzten Wochen die Presse beherrschte. Das mag durchaus ein Grund sein, warum es ausgerechnet diese Aktion gibt und viele andere Krisenherde der Erde einfach nicht beachtet übersehen werden. Man kann den Kritikern vorwerfen selbst auch nichts bzw. wenig dafür zu tun. Man kann sagen, dass es irgendwo immer Krisen geben wird, aber nicht alles Erwähnung finden kann. Man kann antworten, dass das Kollektiv mehr Aufmerksamkeit erregt, als wenn viele Blogger über viele Aktionen berichten. Was aber nützen diese Vorwürfe letztlich?

Der Werbeblogger Patrick Breitenbach bringt meines Erachtens genau das auf den Punkt:

[...] Ich bin also sichtbar hin- und hergerissen, aber im Zweifel natürlich immer für so eine Aktion, wobei der Hebel von uns meiner Meinung nach ganz woanders angesetzt werden müsste.

Diese Aktion ist eine wichtige Solidaritätsbekunden mit den Menschen in Burma. Aber diese Aktion soll auch ein Zeichen für alle anderen Menschen sein, die unter Unterdrückung und Gewalt leiden! Leider geht das gänzlich in den Medien unter, denn diese sind schon wieder auf der Suche nach neuen aktuellen und exklusiven Aufmachern.

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